Wenn ein Spieler in Warman einen neuen Helden erstellt und keinen Namen eingibt, generiert das Spiel einen. Der generierte Name muss klingen, als koennte er ein echter Name sein. Kein zufaelliger Zeichenstring und nicht „Player_38271". Er muss auch ueber alle unterstuetzten Sprachen funktionieren.

Sprachprofile

Jede unterstuetzte Sprache hat ein LanguageProfile, das die Phonem-Regeln fuer diese Sprache definiert. Ein Profil legt fest: minimale und maximale Silbenanzahl, und drei PhonemeSet-Objekte, eines fuer Anfangssilben, eines fuer Mittelsilben und eines fuer Endsilben.

Jedes PhonemeSet hat drei Zeichen-Pools: Anfang (Konsonanten, die eine Silbe starten koennen), Mitte (Vokale, die den Silbenkern bilden) und Ende (Konsonanten, die eine Silbe beenden koennen).

Der Algorithmus

Der Trick liegt in den Phonem-Pools. Englische Anfangssilben erlauben vielleicht „th", „br", „st" als Anfangskonsonanten. Japanische Silben folgen einem strikten Konsonant-Vokal-Muster. Deutsche Profile erlauben schwerere Konsonantencluster. Jedes Profil ist handabgestimmt, damit Namen erzeugt werden, die sich fuer die jeweilige Sprache natuerlich anfuehlen.

START first K middle o last r from consonant/vowel pools + END first a middle t last h different pools per position = Korath EN DE ES JA KO PT RU ZH Profiles:
Namensgenerierung: Phonem-Pools pro Silbenposition, ein Profil pro Sprache

Warum positionsbezogene Sets wichtig sind

Die Drei-Positions-Aufteilung (Start, Mitte, Ende) verhindert, dass Namen ungeschickt beginnen oder enden. Englische Namen koennen mit „Kr" beginnen, aber nicht mit „ng". Sie koennen mit „th" enden, aber nicht mit „bv". Durch separate Phonem-Pools fuer jede Silbenposition vermeidet der Generator natuerlich falsch klingende Kombinationen, ohne negative Regeln zu brauchen.

Einfach halten

Das gesamte System umfasst etwa 80 Zeilen Code plus die Sprachprofil-Daten. Es versucht nicht, eine Linguistik-Engine zu sein. Es parst keine Grammatikregeln und modelliert keine Phonotaktik formal. Es waehlt einfach zufaellige Zeichen aus kuratierten Pools in der richtigen Reihenfolge, und die Kuration erledigt die Schwerarbeit. Das Ergebnis sind Namen wie „Korath", „Lissara", „Brivenox". Namen, die in ein Fantasy-Spiel passen, ohne Kopien existierender Namen zu sein.